SEPTIMUS SEVERUS:
| Lucius Septimus Severus Pertinax, römsicher Kaiser 193-211 ist am 11.April 146 in Leptis Magna geboren worden. Er bekleidete zahlreiche hohe Ämter und ließ sich nach der Ermordung des Pertinax am 9.April 193 als Statthalter von Oberpannonien in Carnuntum zum Kaiser ausrufen. Als „Rächer“ des Pertinax beseitigte er dessen Nachfolger Didius Iulianus und erkannte zunächst Clodius Albinus als Caesar an, um Pescennius Niger, der in Antochia den Purpur genommen hatte, vernichten zu können (194) und die Dinge im Orient ordnen zu können. Am 1.Februar 197 unterlag ihm Clodius Albinus bei Lugdunum, worauf er dem Angriff der Parther auf Nisibis (197) mit einem Gegenstoß bis Babylon und Ktesphion begegnete und 199 Mesopotamien zur Provinz machte. |
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begab sich Septimus Severus mit seinen Söhnen Caracalla und Geta nach Britannien
und starb dort nach Wiederherstellung des Hadrianswalles am 4.Februar 211 in
Eboracum (York). Septimus Severus war ein ausgezeichneter Soldat, tatkräftig, pflichtbewusst und zielbewusst, aber nicht frei von Grausamkeit. Er verwandelte den Prinzipat zu einer Militärmonarchie. Die Soldaten wurden vielfach Solderhöhung, Verbesserung der Zivilversorgung und Erlaubnis der Ehe während der Dienstzeit gefördert. Außerdem wurden die Legionen vermehrt und auch Nichtrömern geöffnet. Überhaupt bemühte er sich, die Unterschiede zwischen Italien und den Provinzen auf rechtlichem, steuerlichem und wirtschaftlichem Gebiet auszugleichen. Das Finanzwesen erfuhr eine zentrale Neuordnung, der kaiserliche Besitz eine Trennung in Krongut und Privatvermögen und das Rechtsleben eine wesentliche Förderung durch den praefectus praetoriov und großen Juristen Papinianus. Zahlreiche Konfiskationen und harte Verfolgungen politischer Gegner trübten das Verhältnis des Herrschers gegenüber Senat und Volk; auch Christen und Juden fühlten seine strenge Hand. |