nero:
| Nero Claudius Caesar, römischer
Kaiser 54-68, wurde 37 in Antium als L.Domitius, Sohn des Cn.Domitius
Ahenobarnus und der Agrippina minor, geboren. 50 wurde er von Claudius
adoptiert, 53 mit dessen Tochter Octavia vermählt und konnte mit Hilfe
seiner Mutter 54 den Thron besteigen. Nero wurde in den Jahren vor dem Tod seines Stiefvaters Claudius von seiner Mutter Agrippina d. J. sorgfältig auf das Amt des Kaisers vorbereitet. In den ersten Jahren regierte er unter dem Einfluss seines Lehrers Seneca, dem der Gardepräfekt Burrus zur Seite stand. Diese Periode zeichnete sich durch eine maßvolle Politik und eine kompetente Verwaltung au, doch als der Kaiser selbstständig zu herrschen begann, gewann eine Politik der Unberechenbarkeit die Oberhand. Mit dem Tod des Burrus und dem Rückzug Senecas aus der Politik (61) war die Periode der Mäßigung beendet. In diesem Jahr wurde auch - vermutlich auf Betreiben Neros - die Mutter des Kaisers ermordet. |
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Außenpolitisch konzentrierten sich die Ereignisse weitgehend auf die
Unterwerfung Armeniens, wo Corbulo zwischen 57 und 60 beträchtliche Erfolge
errang. Dessen Nachfolger büßte jedoch die Initiative ein, so dass nur eine
eine Kompromisslösung erreicht werden konnte: eine nominelle Herrschaft Roms.
Anderswo im Reich brachen Aufstände aus. In Britannien führte die Königin
Boudicca im Jahr 60 ein großes Heer gegen die römische Besatzung, doch im
Folgejahr wurden die Rebellen besiegt. In Judäa brach 66 ein weit kritischerer,
anhaltender Aufstand aus. Die letzten Jahre der Regierung Neros wurden von der
wachsenden Unbeliebtheit des Kaisers bestimmt. Der große Brand Roms (64) wurde
Ihm angelastet, und die Tatsache, dass er sich danach in Herzen Roms eine
riesige Stadtvilla baute, brachte die öffentliche Meinung noch mehr gegen ihn
auf. Im Jahr 68 trieben den überspannten Kaiser ein Aufstand und die wachsende
Unzufriedenheit der Prätorianergarde zum Selbstmord.
Nero starb im Alter von 32 Jahren an dem Tage, an dem er einst seine Frau
Octavia ermordet hatte. So groß war die allgemeine Freude über seinen Tod, dass
das Volk mit Freiheitsmützen auf den Köpfen durch die Straßen lief.