Commodus:
Marcus Aurelius Commodus Antoninus,
römischer Kaiser
180-192, kam als Sohn des Marcus Aurelius und der Faustina 161 als "der erste im
Purpur geborene Thronfolger" im Rom zur Welt. 166 ist er zum Caesar, 11 Jahre
später zum Augustus und Mitregenten erhoben worden. nach dem Tod des Vaters trat
er im Lager bei Wien (17.März 180) die Alleinherrschaft an und schloss sofort
mit den Markomannen und den Quaden einen - jedoch wenig günstigen - Frieden.
Anschließend kehrte Commodus nach Rom zurück, das er für den Rest seines Lebens
nicht mehr verließ.
Gestützt auf tüchtige und ergebene praefecti praetorio, führte er im Gegensatz
zu seinem Vater ein absolutistisches Regiment in den theatralischen Formen eines
von orientalischen Ideen erfüllten Monarchen. Er fühlte sich, ähnlich wie
Caligula, als Inkarnation des Romulus Hercules und trat als solcher sogar im
Amphitheater auf. Im Sinne eines henotheistischen Synkretismus förderte Commodus
verschiedenste Kulte, wobei er auch das Christentum duldete.
Obschon im Reich von manchen Unruhen erschüttert wurde und bei den riesigen
Aufwendungen des Kaisers für Spiele und Wettkämpfe unter Geldnot litt, erfreute
es sich doch gewisser Blüte. Die Günstlingswirtschaft der Hofkamarilla und das
ausschweifende Leben des Kaisers forderten schon bald die senatorische
Opposition gegen den "Caesarenwahn" heraus und bereiteten den Boden für
Verschwörungen. Als Commodus nach der Ermordung beider designierter Konsuln am
1.Januar 193 seinen eigenen Konsulatsantritt in Gladiatorenausrüstung feiern
wollte, griffen maßgebliche Personen seiner Umgebung ein und ließen ihn in der
Nacht zuvor durch seinen Sklaven Narcissus im Bad erwürgen.