Antoninus Pius:



Römischer Kaiser 138-161, wurde als Sohn des Konsulars Aurelius Fulvus am 19.September 86 zu Lanuvium geboren, war 120 Konsul und um 134/35 Statthalter von Asia und gehörte Hadrians Kaiserrat an.
Nach dem Tode des "Kronprinzen" L.Aelius wurde Antoninus im Februar 138 von Hadrian zum Nachfolger bestimmt und adoptiert. Doch musste Antoninus gleichzeitig seinerseits den späteren Kaiser Marcus Aurelius adoptieren. Während Hadrians Todeskrankheit wird der reiche Grundbesitzer Regent, seit dem 10.Juli 138 Alleinherrscher. Obwohl seiner milden und rechtschaffenen Regierung etwas der Schwung fehlte sind doch bedeutende Tatsachen festzustellen:

Antoninus Pius (86-161n.Chr.)

Auf dem Gebiet der Innenpolitik steigerte sich der Einfluss des consilium principis, zum Senat herrschte ein harmonisches Verhältnis, das Krongold für Italien wurde abgeschafft und für die Provinzen auf die Hälfte reduziert. Dank einer sparsamen Finanzpolitik häufte sich der Staatsschatz wieder enorm an. Trotzdem gab es auch Freigebigkeit (u.a. für die Neunhundertjahrfeier Roms) und Alimentenstiftungen (namentlich zugunsten junger Mädchen).
Au f dem Gebiet der Außenpolitik strebte Antoninus durch ein defensive Grenzverteidigung nach der Wahrung des Besitzstandes. So entstand um das Jahr 140 der Antoninus-Wall (Edinburg-Glasgow) und um 155 die Außenlinie des obergermanischen Limes (Walldürn-Lorch). In Armenien, bei Quaden und Lazen setzte Antoninus Klientelkönige ein.
Zahlreiche regionale Aufstände wurde ziemlich rasch unterdrückt, doch kündigten sich beim Tod des Antoninus unübersehbare Gefahren für das alternde reich an. Antoninus starb am 7.März 161 und wurde im Hadrian-Mausoleum beigesetzt